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Ausgabe 669 vom 31. Januar 2025
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In winterlichen Tiefen
erwarmt des Geistes wahres Sein.
Es gibt dem Weltenscheine
durch Herzenskräfte Daseinsmächte.
Der Weltenkälte trotzt erstarkend
das Seelenfeuer im Menscheninnern.
Rudolf Steiner
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Rekordspendensumme Weihnachtskonzert
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Beim letzten Weihnachtskonzert am 12.12.2024 wurden Spenden in der Rekordhöhe von 1800,75 € gesammelt.
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Allen, die sich durch eine kleinere oder größere Spende daran beteiligt haben, sage ich im Namen der Schule, insbesondere der Musikfachschaft: HERZLICHEN DANK!!!
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Die Spenden fließen in unseren Musikfonds. Wir finanzieren damit den Kauf von neuen Instrumenten, auch zum Verleih, ebenso die Kosten von Reparaturen derselben sowie Verbrauchsmaterial (Saiten, Bogenbespannung etc.). Jedes Jahr führen wir vor dem Sommerkonzert eine Orchesterfahrt durch. Wir subventionieren mit den Spendeneinnahmen auch die Orchesterfahrten. Zuletzt haben wir für jede Person 100,- € verlangt; die tatsächlichen Kosten für Busfahrt sowie zwei Tage Aufenthalt mit 2 Übernachtungen und Vollpension sind aber pro Person weitaus höher. Durch Ihre Spenden ist es uns möglich, sie in Grenzen zu halten.
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Sie können sicher sein, dass wir auch in Zukunft die gespendeten Gelder mit Überlegung ausgeben und sparsam wirtschaften werden.
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„Vertraute Öffentlichkeit
– Warum wir besser wohnen, wenn die öffentlichen Räume stimmen“
Ein visionärer Ausflug zur Museumsuni Krefeld
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Wir, als Geographie-Leistungskurs, haben uns in der vorherigen Stunde intensiv mit Räumen auseinandergesetzt. Wie fühlen wir uns wohl? Was lässt einen Raum auf uns angenehm wirken?
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Um uns näher mit jenen Fragen auseinanderzusetzen, besuchten wir am 20. Januar gemeinsam mit der Klasse 13 die Ausstellung „Visionäre Räume“ im Kaiser Wilhelm Museum.
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Zunächst hörten wir einen Vortrag von Prof. Nicolas Beucker aus dem Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein, welcher anhand mehrerer Beispiele aufzeigte, wie man eine Stadt für ihre Bewohner lebenswerter und interessanter gestalten könnte.
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Wie wäre es zum Beispiel mit überdachten Sitzmöglichkeiten? Oder mehr öffentlichen Sportplätzen im Stadtzentrum, um Orte der Zusammenkunft zu schaffen?
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Wie im Vortrag anhand anderer Orte beschrieben, könnte man auch unsere Innenstadt durch unterschiedliche Maßnahmen deutlich attraktiver machen. Nur wie könnte das aussehen?
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Hierzu bekamen wir eine spielerische Aufgabe. Mithilfe vieler Legosteine durften wir in Kleingruppen unsere eigenen Vorstellungen eines lebenswerten Ortes bauen. Das Ergebnis: Nahezu alle unsere Schüler wünschen sich einen Platz, an dem man sich treffen kann. Hier sollte es entweder Freizeitaktivitäten wie Kletter- oder Skaterparks geben, aber auch Spielplätze und Sitzgelegenheiten, damit sich Menschen jeden Alters in der Stadt wohlfühlen und beschäftigen können.
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Im Anschluss an den Vortrag bekamen wir eine Einführung in die Ausstellung „Visionäre Räume - Walter Pichler trifft Friedrich Kiesler in einem Display von raumlaborberlin“ und durften uns schlussendlich eigenständig umsehen. Hierfür bekamen wir Fotoaufnahmen des Museums und des Karlsplatzes, auf denen wir anhand der Inspirationen durch die ausgestellten Kunstwerke eigene Ideen zur Stadtentwicklung zeichnerisch hinzufügen durften. Insgesamt war der Besuch sehr interessant und lehrreich.
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Julia Hertzberg (Klasse 12)
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Die Ausstellung „Visionäre Räume - Walter Pichler trifft Friedrich Kiesler in einem Display von raumlaborberlin“ ist noch bis zum 30. März 2025 im Kaiser Wilhelm Museum Krefeld zu sehen.
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Friedrich Kiesler vergleicht u.a. das menschliche auch mit dem tierischen Bauen. Aus dieser Gegenüberstellung entwickelt er den Begriff der magischen Architektur: „Die magische Architektur ist ein Generator. Sie kann in jedem Maßstab wirken. Jede Wohnzelle ist ein Nukleus für ein Kraftwerk des freudigen Lebens. Weder Reichtum, noch Geld, noch Baumaterial, noch soziale Macht sind dazu nötig. Es folgt der alten Regel, mit dem Wenigsten das Meiste zu erreichen. Es setzt auf Selbstvertrauen und auf das Vertrauen in die Entdeckung der natürlichen Fähigkeiten“, schreibt Kiesler.
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Friedrich Kiesler, Modell eines Endless House, 1950
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Flandernfahrt der Klasse 9a
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Unsere Klasse hat gemeinsam mit Madame Minotte und Frau Medrow eine Klassenfahrt nach Frankreich und Belgien unternommen. Wir haben verschiedene Orte der Erinnerung zum Thema des Ersten Weltkriegs besucht z. B. Gräber von gefallenen Soldaten und Schützengräben. Die Idee zur Klassenfahrt hatte die Klasse selbst als wir im Unterricht im letzten November darüber geredet haben. Wir freuen uns, dass die Idee einer Geschichtsfahrt so schnell verwirklicht werden konnte!
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Von unserer dreitägigen Klassenfahrt nach Frankreich und Belgien starteten wir den zweiten Tag mit einer Rallye durch die Altstadt von Lille. Wir teilten uns in dreier bis vierer Gruppe ein, pro Gruppe benötigten wir ein Handy mit der App Totemus, welche uns die französischsprachigen Fragen und Aufgaben stellte. Die Rallye hatte ca. 42 Aufgaben für die wir zwei Stunden Zeit hatten. Die meisten schafften es leider nur bis zur Hälfte. Die Rallye führte uns zu vielen verschiedenen schönen Orten und Gebäuden, viele davon waren zum Beispiel Kirchen, die sehr beeindruckend aussahen. Zwischen den einzelnen Aufgaben bekamen wir von der App noch viele interessante Informationen zu den jeweiligen Stopps. Die Aufgaben waren sehr vielfältig, die Ortsangaben wurden uns oft sogar nur mit Straßennamen mitgeteilt und wir sind teilweise bis zu 300 Meter quer durch die Stadt gelaufen. Insgesamt hat die Rallye sehr viel Spaß gemacht, man hat viel von der Stadt gesehen und wir konnten unser Französisch verbessern.
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Am Montagmittag haben wir zwei Soldaten-Friedhöfe besucht. Die von außen schlichten Mauern des britischen Friedhofs Tyne Cot hielten innen eine Überraschung für uns bereit. Dort erwartete uns ein Meer aus weißen Grabsteinen, die fast friedlich im Sonnenstein standen. Für jeden gefallenen Soldaten gab es einen einzelnen Stein und die Namen von nicht gefundenen Soldaten waren an den Wänden verewigt. Die makabere Schönheit war beeindruckend. Im Informationszentrum wurden archäologische Originalfunde aus dem Ersten Weltkrieg ausgestellt. Die Stimmung war in Erinnerung an die damalige Zeit ziemlich bedrückend. Der deutsche Friedhof in Langemarck zeigte ein fast gegenteiliges Bild zu Tyne Cot. Die dunklen Grabsteine lagen im hohen Gras. Auf den Steinen standen bis zu 20 Namen von gefallenen Soldaten und es gab ein Massengrab mit über 44000 Soldaten. Der Friedhof liegt im Schatten von großen Eichen.
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Karolin, Richard, Johanna
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Am Montagabend besuchten wir „The Last Post“, eine jeden Abend stattfindende Zeremonie zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs am Menin Gate in Ypern. Das Menin Gate ist ein Torbogen in den die Namen der gefallenen Soldaten des Commonwealth eingemeißelt sind. Genau um 20 Uhr begann „The Last Post“ mit einer Schweigeminute. Danach spielten drei Feuerwehrleute der Stadt Ypern, in traditioneller Uniform, ein etwa fünfminütiges Trompetenkonzert. Sie spielten die typische Abschiedsmelodie für gefallene Soldaten. Nach der Veranstaltung sprachen wir mit den Trompetern und erfuhren so noch, dass einer der Feuerwehrleute diese Zeremonie schon seit 44 Jahren musikalisch begleitet.
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In Flanders Fields Museum
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Das „In Flanders Fields Museum“, welches wir am zweiten Tag in Ypern besucht haben, ist ein Museum über den Ersten Weltkrieg und wurde 1998 gegründet. Jeder bekam einen Audioguide, mit dem man sich selbständig anhören konnte, was einen interessierte. Es gab viele verschiedene Quellen über den Krieg, wie zum Beispiel: Waffen, Uniformen und andere Kleidungsstücke, aber auch Alltagsgegenstände. Durch Videos und Karten konnte man sich einen guten Einblick in die Kriegsgeschehnisse verschaffen. Die Ausstellung war interessant aufgebaut und veranschaulichte viele Themen, zu denen wir ein Arbeitsblatt bearbeiten mussten. Für uns war der Museumsbesuch spannend und aufschlussreich und hat einem nochmal vor Augen geführt, wie schrecklich Krieg ist.
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Zoe, Martyna, Carlotta, Alessandra
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Die Schützengräben waren im Krieg ein Aufenthaltsort für Soldaten. Sie haben Schutz und Zuflucht geboten. Aufgebaut waren sie als schmale Gänge mit vielen Kurven und Sackgassen. Soldaten mussten dort bis zu 14 Tage im Graben kämpfen. Dies führte oft dazu, dass alle Soldaten im Graben krank waren. Oft waren sie unter Dauerbeschuss, was die Umstände beim Schlafen erschwerte. Sie haben sich, wenn sie konnten, im Graben auf den Boden gelegt. In der Nähe des von uns besuchten Schützengrabens wurde auch zum ersten Mal Giftgas benutzt. Als wir dort waren, sind wir selber durch die Gräben gelaufen und haben uns alles selber angeschaut. Das war für uns sehr berührend, da dort früher viele Menschen gestorben sind.
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Nachdem Sie von all unseren Abenteuern gelesen haben, können Sie sich sicherlich vorstellen wie anstrengend es war. Wir haben alles gesehen, von Museen, über Gedenkstätten, bis zu Schützengräben und Friedhöfen. Auch wenn dies sehr einschüchternd wirken kann, war es essentiell um sich ein genaues Bild machen zu machen und zu verstehen wie damals alles aussah, was man durchstehen musste und vor allem wie dies passieren konnte. Wir denken, dass wir alle mit der Frage: „Musste es wirklich so kommen?“ nach Hause gegangen sind.
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Termine, Krankmeldungen und Speisepläne auf unserer Homepage: www.waldorfschule-krefeld.de
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Freie Waldorfschule Krefeld e.V. • Kaiserstraße 61 • 47800 Krefeld
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