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Ausgabe 676 vom 31. Oktober 2025
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Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man kaum, Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur! Dies ist die Lese, die sie selber hält, Denn heute löst sich von den Zweigen nur, Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
Christian Friedrich Hebbel
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Klassenfahrt der 4b nach Bad Bentheim
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Zu Beginn dieses Schuljahrs hat unsere Klasse 4b drei ereignisreiche Tage in der Jugendherberge in Bad Bentheim verbracht. Einen Tag lang erkundeten die Kinder den nahegelegenen Wald und kletterten in den Sandsteinfelsen. Am nächsten Tag ging es ins nahe gelegene Städtchen und zur Burg. Besonders spannend war ein Abendspaziergang mit dem Nachtwächter. Ihre Eindrücke von der Klassenfahrt haben die Schülerinnen und Schüler in einer Wandzeitung dokumentiert.
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Exkursion in Klasse 12 - Waldbiotope Krefelds
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Im Rahmen der Ökologie-Epoche unternahm die 12. Klasse eine Exkursion zu verschiedenen Waldbiotopen in Krefeld – hier zu sehen: Erlenbruchwald und Buchenhallenwald. Vor Ort erhielten die Schüler:innen spannende Einblicke in die Besonderheiten dieser Lebensräume und deren Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht. Ein herzlicher Dank geht an Herrn Bodo Meyer vom NABU Krefeld-Viersen für die fachkundige und kurzweilige Führung durch diese faszinierende Waldlandschaft.
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Wir suchen Flöten-Spenden
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für unseren Musikunterricht suchen wir gut erhaltene Schulflöten, die nicht mehr genutzt werden.
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Die gespendeten Flöten möchten wir bei Bedarf an Kinder ausleihen, deren Familien sich in einer schwierigen Situation befinden und keine eigene Flöte anschaffen können.
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Bitte spenden Sie ausschließlich Flöten, die über die Schule angeschafft wurden, beispielsweise Pentatonische Flöten von Kunath oder C-Flöten von Moeck. Diese Flöten passen zu unserem bestehenden Instrumentarium und können im Unterricht direkt eingesetzt werden.
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Wenn Sie eine passende Flöte spenden möchten, können Sie diese im Schulsekretariat abgeben.
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Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung – Sie helfen mit, dass alle Kinder an unserer Schule mit Freude musizieren können!
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Tanzball der neunten Klassen
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Klasse 9a und 9b laden ihre Mitschüler:innen ab Klasse 10 zum Tanzball ein!
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Sprachwissenschaft in Klasse 12
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Im Deutschunterricht der Klasse 12 haben wir uns auf eine Reise durch die verschiedenen Gebiete der deutschen Sprachwissenschaft gemacht. Damit sich niemand verirrt, wurden Lernlandkarten angefertigt. Hier eine Auswahl zur Orientierung.
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Druckreife Klausuren
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Klausuren zu korrigieren ist sehr zeitaufwändig und nicht immer nur vergnüglich.
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Manche Texte, die aus einer Klausuraufgabe entstehen, sind jedoch nahezu druckreif und so erfreulich, dass sie trotz ihrer Fachlichkeit in die Öffentlichkeit gehören. Hier ein Beispiel aus Klasse 13.
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Die Schülerinnen und Schüler waren gebeten, einen Beitrag zu einer Literaturgeschichte zu verfassen, ein Kapitel über die Zeit des Expressionismus, der Anfang des letzten Jahrhunderts den damaligen Zeitgeist in kultureller Form erfasste und dessen revolutionäre Gestaltungsprinzipien auch heute noch selbst die Popkultur bereichern.
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Dass die Ergebnisse interessante und geistreiche Texte mit aktuellen Bezügen geworden sind, erhöht das Lesevergnügen.
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Der Expressionismus - eine besondere Epoche der deutschen Literatur
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„Sei doch vernünftig”. Diesen Satz hat zweifelsohne jede Heranwachsende schon einmal gehört. Obwohl er teils sehr angebracht ist, hört ihnen der wachsende Mensch äußerst ungern.
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Er hat ein inneres Verlangen, den gärigen Alltag mit seinen ennuyierenden Konventionen zu verlassen. Er sucht das Neue und Wahre hinter dem Nebel des gesellschaftlich Festgelegten.
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Diese Aufmüpfigkeit ist der Jugend seit jeher Inhärent. Besonders trat sie jedoch auch in der Spätphase des Kaiserreichs zutage. Dieses noch junge Land schien nicht mit seiner eigenen Entwicklung mithalten zu können.
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Auf der einen Seite rasanter technischer Fortschritt, der den Menschen durch vielfältige Sinneseindrücke überwältigte, indem er Goethes Stille Naturlandschaft in Weimar durch wimmelnde Straßen mit Telefon, Lichtreklamen und tausendfachen Geräuschen ersetzte, wie der expressionistische Dichter Kurt Pinthus schrieb. “Entfernungsüberwinder” wie Züge, Zeppeline und Flugzeuge relativierten Zeit und Raum und führten zu den ersten Träumen von Raumfahrt (Jules Verne).
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Während, also “jahrtausendelang” geltende Grenzen der menschlichen Bewegung gesprengt wurden, verharrte das zweite Reich in sich. Schon der Gründervater des Nationalstaates, Otto von Bismarck, sprach nach der Reichsgründung 1871 von einem “saturierten” Reich. Die Konventionen sind klar und eng, der Herrscher zieht seinen Machtanspruch aus Jahrhunderte alten Blutlinien und das höchste Glück des aufstrebenden Bürgertums liegt in einem Geheimratstitel, der Beförderung zum Reserveoffizier oder einer großen, im Biedermeier-Stil (heute bezeichnenderweise ein Schimpfwort und Synonym für Spießigkeit) eingerichteten Wohnung mit nett anzusehenden Ölschinken. Heinrich Manns “Der Untertan” zeichnet ein treffendes, aber überspitztes Bild dieser verstockten Gesellschaft der Jahrhundertwende.
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Als Gegenpol bildete sich in dieser Zeit in allen Sparten der Kunst, Literatur, Architektur und Malerei eine Bewegung heraus, die teils im Nachhinein mit dem Oberbegriff „Expressionismus“ belegt wurde. Es galt, die Konventionen zu brechen. Das war das erste moralische Gebot – obwohl die Moral als christliche Konvention der alten Gesellschaft ebenfalls zum Abriss freigegeben wurde, nachdem sie von Friedrich Nietzsche bereits als Hindernis gebrandmarkt wurde, das es zu überwinden galt. Nietzsche folgend, suchten die Lyriker des Expressionismus “jenseits von Gut und Böse” nach dem “Menschlichen in den Huren und dem Göttlichen in den Fabriken” (Kasimir Edelschmied 1923), nach dem, was hinter den Tatsachen steht.
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Das nächste Opfer der Expressionisten wurden die Konventionen der Dichtkunst. Es galt, das „innerste Wesen mit Worten zu zerreißen” (Gottfried Benn). Ausdrucksstarke Sprache zerreißt Metren und alle Reimschemata und sprudelt vor Neologismen. Um die Reizüberflutung der Moderne darzustellen, entsteht die Synästhesie, die Vermischung der Wahrnehmung mehrerer Sinne.
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Semantik und Grammatik wurden über Bord geworfen und der Inhalt so aufs Wesentliche zusammengefasst, dass Verse teils nur aus einem einzigen Wort bestehen, wie in August Stramms Kriegsgedicht „Patrouille“, welches mit den Versen „gellen“ und „Tod“ endet.
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Wie bei einem Sonett kommt es beim Expressionismus zur Halbzeit zu einer einschneidenden Zäsur.
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1914 bricht der Weltkrieg auf/in Europa aus.
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Anfangs löst er im ganzen Reich Begeisterungsstürme aus. Auch die Expressionisten wünschten seit Jahren, teils offen, den Gewaltexzess, 1911 schrieb Georg Heym beispielsweise in sein Tagebuch von seinen Träumen von einer gewaltsamen Revolution, um auf den Barrikaden „ein ungeheures, begeistertes Publikum “ zu finden, um in ihm wieder Enthusiasmus zu entfachen. Sonst wäre „wenigstens ein Krieg“ doch ganz nett.
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Der Mensch läuft nicht mehr mit leerem Blick durch graue Straßen und wird vom Fabriklärm beschallt, sondern kauert in den Ruinen eines wallonischen Bauernhauses und bewundert das heranrollende Feuerwerk der englischen Artillerie, welches bereits am Vortag seine Trommelfelle zerriss.
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Der Mensch bleibt graues Individuum, das sinnlos in der grauen Landschaft des industriellen Krieges zermahlen wird. Diese Erfahrung verstärkt die dem Expressionismus inhärente Tendenz, das Hässliche zu ästhetisieren.
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Zurück aus dem Krieg hat sich das Land stark verändert. Der Kaiser ist in Holland, das Bürgertum ist am Ende und politische Diskussionen werden grundsätzlich mit Gewalt ausgetragen. Wirtschaftskrise folgt auf Wirtschaftsboom. Das urbane Leben ist geprägt von Drogen, Sex, Gewalt und Armut und bietet so den expressionistischen Malern reichhaltige Motive, welche von ihnen oft in grellen und reduzierten fast “kindlichen “ Formen, aber doch mit großer Wirklichkeitserfassung festgehalten werden. Nietzsche sagte es schon zwanzig Jahre zuvor, aber nun ist Gott endgültig tot, und man sucht sein Heil in Okkultismus, Rausch oder Freud‘scher Tiefenpsychologie.
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Zu Ende gedacht wird der Expressionismus auch in der Musik angewandt, doch anstatt des Metrums wird die Tonalität zerstört. In der Architektur verschwindet über die Jahrzehnte jeglicher Zierrat von Gebäuden, „Ornament ist Verbrechen “, „Form follows function“, und alles läuft Richtung “weißer Kubus“. Der Krieg verlangsamt zwar das vorher rasante Bevölkerungswachstum, kann aber das Überhandnehmen der Urbanisierung nicht aufhalten.
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Die Expressionisten haben den preußischen Götzen der Vernunft, Immanuel Kant, gestürzt und wollen unbeeindruckt von seinen aufklärerischen Schriften endlich „ganzheitliche Lösungen finden, die den Wert der Subjektivität, Empathie, Emotionalität und Natürlichkeit“ schätzen, wie Dieter Hein es 2012 in seinem Buch “Phänomen Expressionismus “ schreibt.
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Der Expressionismus veränderte die Künste grundlegend, konnte blühen, zerstören und gesellschaftliche Veränderungen prophezeien und antreiben.
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Die Utopie und Ekstase konnten jedoch nicht dauerhaft für die Welt erreicht werden. Die Kunst entwickelte sich weiter, und auch die Gesellschaft durchlief eine weitere, einschneidende Revolution. Diese richtete sich nach eigener Aussage auch gegen die “Reaktion “ und verachtete das Bürgertum. Diese “nationale Revolution “ beschimpfte den Expressionismus als entartet und wurde von plumpen Braunhemden und nicht von den intellektuellen Kreisen Dresdens und Münchens geführt.
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Wohnung gesucht!
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Termine im November
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05.11. Elternforum, 19:30 Uhr
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08.11. Aufnahmesamstag Einschulung 2026, vormittags (für angemeldete Familien mit Einladung)
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11.11. Martinsfeier Kl. 1 - 5, 17:30 Uhr
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13.11. Mitgliederversammlung Schulverein, 19 Uhr
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17.11. Mitgliederversammlung Förderverein, 17 Uhr
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29.11. Adventmarkt, 11-17 Uhr
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Freie Waldorfschule Krefeld e.V. • Kaiserstraße 61 • 47800 Krefeld
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